Montag, 7. Oktober 2013

Ich lebe :)

Holt euch eine Tasse Tee und macht es euch bequem. Dieser Eintrag könnte eine geraume Zeit in Anspruch nehmen und mir graut es auch schon davor, ihn zu schreiben. Aber ich denke, das bin ich euch schuldig. Drei Wochen habe ich mich jetzt nicht gemeldet. Das ist ein Drittel der Zeit, die ich jetzt schon hier bin. 
Letzte Woche Dienstag habe ich das letzte Mal veröffentlicht. Falls ihr euch jetzt wundert, den Post gar nicht gelesen zu haben: Ich habe ihn gelöscht. Ich habe den gutherzigen Rat meiner Oma ignoriert und öffentlich meine Wut ausgelassen. Und schon vier Stunden später sind dann die ersten Nachrichten eingetrudelt. Da hab dann auch irgendwann ich eingesehen, dass das nicht meine schlauste Idee war, und denPost  gelöscht. Seitdem habe ich es mir jeden Tag vorgenommen, zu bloggen. Aber man sieht ja, wie viel daraus geworden ist. Um es mal von der positiven Seite aus zu betrachten: Solange ihr nichts von mir hört, geht es mir gut. Vermutlich. Denn am meisten geschrieben habe ich in meinen einsamen Phasen. Und die haben mittlerweile endgültig ein Ende. 
Ich habe neun Wochen gebraucht, um mich einzuleben. Aber dafür geht es mir jetzt gut. Routine ist eingekehrt und darauf habe ich mich schon lange gefreut. Ich bin kein langweiliger Mensch oder so. Aber ich brauche Gewohnheiten. Sowas wie "Im Dunkeln den Weg ins Badezimmer finden". Mein Zimmer fühlt sich mehr und mehr an wie meins. Mein Bett ist mir vertraut, aber nach wie vor zu groß. Ich kann mich nie entscheiden, auf welcher Seite ich schlafen soll. Also liege ich meistens auf der Seite, auf der mein Handy lädt. (Ja, ich bekenne mich hiermit zum Suchti.) Aber auch ansonsten ist mir das Haus nicht mehr ganz so fremd. Ich habe den Nutzen unseres zweiten Wohnzimmers erkannt. Da wir sowieso nur einen einzigen Fernseher im Haus haben, ist dieses ohne und darum perfekt zum Lesen oder Filme auf dem Laptop schauen. Der Fernseher wird nämlich ausschließlich von Graham beschlagnahmt für seine Kinderserien. Für gewöhnlich würde ich ihn ja von seinem Platz verdrängen - Wenn es denn was zu Gucken gäbe. Im Gegendatz zu den meisten Amerikanern verweigern sich die Rathels nämlich dem Kabelfernsehen. Und die nicht-PayTV-Sender sind hier wirklich richtig schlecht. Durch die vier verschiedenen Zeitzonen in Amerika laufen die besten Serien zu den absurdesten Zeiten (Grey's Anatomy läuft gegen 11 Uhr abends, im Anschluss daran Criminal Minds). Wer gutes Fernsehen haben will, muss wachbleiben. Und wer gutes Essen haben will, muss Geld haben. So schlaue Erkenntnisse sind mir in meiner gestrigen schlaflosen Nacht gekommen. 
Ich versuche, nachher ein bisschen mehr zu schreiben. Jetzt muss ich nämlich erstmal zur Schule. Montage sind ätzend, aber auf diesen freue ich mich fast schon ein bisschen. Fragt mich in drei Stunden nochmal, dann wird das schon wieder anders aussehen. 
Bis dahin, adieu :)


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