Sonntag, 25. August 2013

I'm baaaaaaack :)

Sooo. Mein Wochenende ist vorbei und ich bin doch eher traurig. Ich vermisse den Strand und das Wasser und meine Sitzdusche im Hotel. Nichts ist so entspannt wie Duschen im Sitzen. Ich werde einfach alt. Ich bin mir sicher, das ist das Essen hier. So viele Hormone und alles. Das muss ja irgendwelche Auswirkungen haben oder etwa nicht?
Der Ausflug an die Gulf shores in Alabama hat wirklich Spaß gemacht. Am Freitag um 12:45 Uhr hat mein Local Rep Brenda (Sie ist diejenige, die David und Melanie "überwacht" und somit auch mein erster Ansprechparter, wenn es mir nicht gutgehen sollte) mich und Paloma (die spanische Austauschschülerin, sie wohnt bei Brenda und Alyssa) ausgecheckt. Das bedeutet, sie hat der Schule irgendeinen Grund geliefert, warum wir eher nach Hause müssen. Ich hatte eine Stunde zum Kofferpacken zu Hause und gegen 2 sind wir dann von Columbus aus losgefahren. Die Fahrt hat ungefähr 6 Stunden gedauert, wir haben großzügige Pausen gemacht. Als wir ankamen, war es 7 Uhr abends in Alabama. Hier ist nämlich nochmal eine Stunde Zeitverschiebung.
Unser Hotel war das Hampton Inn in Orange Beach, Alabama. Ein dicker Kasten direkt am Strand. Das hier drunter ist die Lobby. Zum Hotel gehört ein Pool und ein Privat-Strandabschnitt.


Nach unserer Ankunft sind wir erstmal in unsere Suite gegangen, um die Koffer auszupacken. Als es dunkler wurde, sind wir dann kurz runter zum Strand. Und gegen 22 Uhr sind wir ins Hangout gefahren, eine Art Restaurant mit großer Freilicht-Bühne, wo jeden Abend ein anderer Act auftritt. 


Das war's vom Freitag. Fast ein bisschen sinnlos. Aber ich hab ja versprochen, euch auf dem Laufenden zu halten. Und meine beiden Dauer-Kommentierer Muter und Oma zählen ja schließlich auf mich ♥
Morgen kommt dann der Samstag. Gute Nacht :)

I'm just confused.

Ich appelliere mal an die Geografie-Genies unter euch. Oder in welchem Fach auch immer man was über Flaggen lernt.


Seht ihr die Flagge rechts oben in der Ecke? Die die aussieht wie die Deutschland-Flagge? Nur eben verkehrt rum? Gibt es die wirklich oder war da bloß irgendwer zu dumm, sie richtig rum aufzuhängen?
Ich bin gespannt auf eurer Wissen via Facebook, Mails, Whatsapp oder als Kommentar hier drunter.

Samstag, 24. August 2013

Sweet Home Alabama :)

Um Verwirrungen vorzubeugen: Ich lebe nach wie vor in Georgia. Aber anstatt zum Strand nach Florida zu fahren, sind wir an den Gulf Shores in Alabama. Wir haben zwar kein Strandwetter, aber es ist trotzdem wirklich gut hier. Der erste Schub an Bildern also: 











Donnerstag, 22. August 2013

Mir geht's guuuut!

Noch weniger als vorher. Aber mal wieder zwei Bilder. Viele sagen mir immer, dass ich zu wenige Bilder hochlade und das alles für sie schwer vorstellbar ist. Also hab ich Bilder gemacht. Gut oder? :D 

Das ist Mr Calle. Besagter Spanischlehrer. 

Und das ist Ms Cornwell, meine Mathelehrerin. 

Die Fotos sind wirklich alle ein bisschen spastig. Aber die beiden haben Grimassen geschnitten und waren so entspannt und locker, dass da auch nur so spaßige Bilder bei rauskommen konnten. 
Übrigens ein großes Entschuldigung an alle, denen ich bisher noch nicht auf ihre Nachrichten geantwortet habe. Ich bin einfach verplant. Aber das ist es, was mir die Zeit hier erträglich macht. Nicht nur erträglich, sondern wirklich gut! Mittlerweile fühle ich mich ziemlich zu Hause :) 
Morgen fahre ich mit Brenda, Alyssa und Paloma nach Florida an den Strand. Wir bleiben zwei Nächte und ich bin schon ein bisschen aufgeregt. Fotos gibt's natürlich auch davon wieder. Und nächste Woche antworte ich dann auch endlich. Versprochen. 
Zeit fürs Bett. Ich wünsche, denen die länger als bis um sechs Uhr morgens schlafen können eine gute Restnacht und den weniger Glücklichen unter euch, die jetzt aufstehen müssen, einen wunderbaren Tag. :)

Dienstag, 20. August 2013

Von ungebetenen nächtlichen (möglicherweise sogar männlichen) Besuchern

Nur ein kurzer Zwischenbericht. 
Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Wobei Umstände eher ein Singular sein müsste, denn mein Umstand (in Form einer vier Zentimeter großen Kakerlake in meinem Kleiderschrank) liegt gerade zerquetscht und matschig auf dem Fußboden. Ich hab's die ganze Zeit nur krabbeln gehört und auf einmal gucke ich hoch und dieses Mistvieh ist auf dem Weg die Schranktür runterzuklettern. Mama hat recht: Immer schön die Schranktüren zumachen. Ich hab natürlich nie geglaubt, dass das einen echten Nutzen hat (Ordnung ist für mich KEIN echter Nutzen!). Aber jetzt weiß ich's mal wieder besser. Meinen Kindern und Enkelkindern werde ich das später genau so beibringen: "Ihr Lieben, immer schön die Schränke zumachen. Nicht dass ihr eines Tages in den Taschen eurer Lieblingsjeans knuffige kleine KillerKakerlakenBabys findet."  Meinen ungebetenen Gast konnte ich nach halben Weg durch mein Zimmer mit meinen Turnschuhen erschlagen. Zwei Versuche habe ich gebraucht und dabei eine dicke schleimige Kakerlakenblutspur auf dem schönen Holzboden hinterlassen. Die Biester sind schnell und scheinbar mit mehr als nur einem Leben gesegnet. Ich hinterlasse euch Gedenkfotos meiner beiden von uns gegangenen Freunde. 
 
Freund Nummer 1 sieht in echt sehr viel furchteinflößender und todbringender aus.
Cockroach Numero dos. Speichert es ab und zoomt ran. Das Tier ist einfach widerlich. 

Trauerbekundungen bitte als Kommentar unter dem Post hinterlassen.  Spenden für die Anschaffung eines Antiinsektensprays oder für die Inbetriebnahme einer Forschungseinrichtung zur Entwicklung  einer nuclearen Kakerlakenmassenvernichtungswaffe bitte an die Bankleitzahl meiner Mutter. 

Habt eine kakerlakenfreie Restwoche :)

Donnerstag, 15. August 2013

Ups.

Wir haben heute in American History die CNN Student News geguckt. In dieser Nachrichtensendung speziell für Schulen gibt es immer ein tagesaktuelles Quiz.

 Die heutige Frage war, von welchem Land die Frau auf dem Foto Kanzlerin ist.

A: Schweden
B: Belgien
C: Spanien oder doch
D: Deutschland.

Und die Ami-Kids schreien  im Chor "Sweden" in den Raum. Laut und selbstbewusst. Und wirklich alle.


Vermutlich hab ich jahrelang einem Irrtum auferlegen, so sicher wie die sich alle waren. Ich meine, sieht sie nicht typisch schwedisch aus?

Schule, Essen, Schlafen - Mein Leben in den Staaten

Ich zähle die Tage. Oder eher die Wochen. Gute anderthalb Wochen, fast zwei sind schon rum. Das heißt, nur noch 9 Monate und zwei Wochen bis nach Hause. Eine wahnsinnslange Zeit. Ich bin momentan ziemlich "homesick". Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das normal für den Anfang ist. Für mich ist es zumindest normal, darum hab ich auch nichts anderes erwartet. Alles, was ich habe, ist drüben. Ich brauche jetzt erstmal Zeit, um mich einzugewöhnen und anzukommen. Irgendwo in meinem Kopf halte ich immer noch an dem Gedanken fest, dass das hier nur ein Urlaub ist. Und kurz vor Schulbeginn in Deutschland bin ich wieder zurück. Schön wär's. Vermutlich mache ich gerade einen ziemlich verbitterten Eindruck.
Tja, also was soll ich sagen. Nach ungefähr 6 Stundenplanänderungen hab ich jetzt keine Zeit mehr für die Theateraufführung, weil stattdessen das unfassbar wichtige Fach "Intro to Buisness&Technology" an dessen Stelle gerückt ist. Und so wichtig das auch klingen mag: Es hält nicht mal ansatzweise, was es verspricht. B&T ist Zeit absitzen auf höchstem Niveau. Wir sitzen in einem der 6 verschiedenen Computerkabinetts und dürfen 3 verschiedene Websites besuchen: Googlemail, die Schulhomepage der Northside High School und freerice.com. Den Sinn dahinter habe ich noch nicht ganz durchschaut. Irgendwie erspielt man durch richtige Antworten Reis für Hungernde. Oder so. Die Fragen gehen allerdings (ungelogen) in Richtung 5 + 2 = ... ? und dann hat man Multiple Choice: 3; 7; 25; 8. Das ist schon echt erhöhter Schwierigkeitsgrad. Immerhin bin ich durch B&T aus American Literatur raus. Nachdem sich nämlich herausgestellt hat, dass die gute Frau Dr. Williams (eine Schwarze mit langen, fettigen blondierten Haaren - wie die ihren Doktertitel erworben hat ist mir ein Rätsel. Vielleicht gab's den aus Mitleid für einen so talentfreien und vermutlich auch blinden Friseur geschenkt..?) mich in den falschen Jahrgang gesteckt hat. Also bin ich seit Montag nicht länger mehr ein Sophomore sondern darf mich jetzt Junior nennen. Ich bin nämlich jetzt ein eleventh grader. Und damit fielen World Literature und World History weg und wurden stattdessen durch American History und American Literature ersetzt. Problem bei der Sache ist nur, dass mir World Literature schon Schwierigkeiten bereitet hat. American Literature war da nochmal eine Stufe drüber. Ms Scarborough, die Lehrerin für dieses Fach, hat mich in die Klasse gesetzt und mir einen Stapel Blätter in die Hand gedrückt. 3 Seiten sprachliche Mittel (insgesamt 44 Stück) aus denen ich mir bis Freitag 30 Stück aussuchen sollte und daraus ein (Überraschung!) 30-seitiges Portfolio mit Deckblatt, Definitionen, Beispielen und Bildern machen sollte. Das war ein Schock. Zu viel Schock für mich, denn ich habe die dicken Tränen nur mit Mühe zurückhalten können. Ich war völlig überfordert und hab mich komplett alleingelassen gefühlt. Tags darauf saß ich also wieder beim Counsellor im Büro und hab so lange rumargumentiert, bis ich aus diesem Kurs rausdrufte. Pech gehabt, Ms Scarborough.
 Ich bin jedenfalls einfach nur heidenfroh, jetzt meine Zeit in B&T absitzen zu dürfen. Ich habe Paloma neben mir. Ich glaube, von Paloma habe ich euch noch nicht erzählt. Paloma ist das Beste, was mir neben Mr Calla hier passieren konnte. Paloma ist eine Austauschschülerin aus Madrid. Lustigerweise hat sie ein Ferienhaus in Benidorm. Das ist nahe dem Ort, wo meine Großeltern jedes Jahr überwintern und wir ab und zu den Sommer verbringen. Ich hab jedenfalls durch Palomas Bekanntschaft schon eine Einladung für 2014 :D Hier in Columbus wohnt sie nur 2 Häuser weiter. Außerdem gehen wir auf dieselbe Schule. Es tut unheimlich gut, jemanden zu haben, der genau weiß, wie es einem selbst geht. Allein, hilflos und unheimlich weit weg von allem, was man kennt und gewohnt ist. Fühlt sich nicht sooo toll an, das kann ich euch versichern.
Aber zum Glück gibt es hier auch ein paar Lichtblicke. Zum Beispiel das Essen. Wer richtig essen will, der muss nach Columbus, GA kommen. Besucht mich. Columbus ist nämlich einer der größten Armee-Stützpunkte in Amerika. Und aufgrund der vielen Soldaten, denen die Regierung natürlich ganz schön was bieten möchte, gibt es hier tausende Restaurants aller Arten. Mein Favorit ist dabei das ihop. Das International House Of Pancake. Besonders international ist daran zwar nichts, aber das ihop ist definitiv ein Ort zum Fettwerden. Und zwar so richtig. Die Amis essen am liebsten alles zusammen und davon dann viel. So kommt es, dass auf der ganz normalen Menü-Karte 5 Zentimeter-dicke Pfannkuchen mit verschiedenen Sorten süßen Sirups angeboten werden und dazu dann Bacon und Pommes. An die Kombi muss man sich wirklich erstmal gewöhnen. Im ihop war es aufgrund der vielen süßen Speisen ziemlich einfach, vegetarisch zu essen. Als wir beim Mexikaner waren, sah das Ganze schon anders aus. Vegetarisch: nichts. Außer Nachos mit dick Käsesoße. Gut, das klingt vielleicht nicht schlecht, aber die 700 Gramm Portion konnte ich meinem Gewissen - und vor allem meinem Bauch - wirklich nicht zumuten. Darum, dachte ich, bin ich schlau und nehme die Enchilladas mit Käse und Salat. An den Tisch kam ein Teller mit viel Salat - nur von den Enchilladas fehlte jede Spur. Die waren nämlich unter dem Salat begraben und nicht mit Käse überbacken, wie ich mir das vorgestellt habe, sondern mit Käse gefüllt. Kennt ihr diese abgepackten Blöcke Goudakäse aus dem Aldi zum Beispiel? Ich glaube, so einen hab ich mir damit an einem Tag reingehauen. # YOLO. In meinen bisherigen 11 Tagen hab ich außerdem schon bei Mellow Mushroom gegessen (einem Pizzarestaurant) und smores. Smores sind ein echt amerikanisches Ding. Über dem Feuer geröstete Marshmallows eingebettet in zwei Honigkekse und Schokolade. Das war dann selbst mir zu süß.
 Aber allein für das Machen hat es sich gelohnt, Paloma, ich und ein paar andere haben nämlich einen echt lustigen tag am Pool verbracht. Sowas motiviert und gibt Hoffnung, dass man nicht für immer nur der Austauschschüler aus der Ferne bleibt. Die Leute hier sind wirklich nett. Nicht so offen wie erwartet, aber nett. Man muss nur aufpassen vor der Oberflächlichkeit einiger Leute. Das klingt beinahe so, als würde ich indirekt auf mich anspielen. Tue ich aber nicht. Ich meine die Leute, die mit dir befreundet sein wollen, weil du anders bist und was Neues. Man merkt aber ziemlich schnell hier, woran man ist.
Solange ich in der Schule bin, geht es mir meistens ziemlich gut. Dafür hab ich morgens immer ziemlich Heimweh. Ich kann die Nächte kaum schlafen, hab Albträume und solche Schlummerzustände, in denen man halbwach ist und sich danach nicht sicher ist, ob das, was man eben geträumt hat, jetzt real ist oder nicht. Ich quatsche also öfters mitten in der Nacht ins Nichts. 
However. Mir geht es jedenfalls gut hier. Zu meiner Gastfamilie werde ich vielleicht nächstes Mal ein bisschen was schreiben. Obwohl ich mich da nicht im Wort vergreifen darf, Google Übersetzer von Deutsch in Englisch ist nämlich überraschend gut. Nur so viel sei gesagt: Baptisten versuchen immer und überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit zu missionieren. Besonders baptistische Pastoren. Hust. 
Liebe Grüße ins heißgeliebte Deutschland. Ich vermiss' euch! ♥